Wasserwelten – Frühjahrskonzert 2026

11 Wochen der harten und intensiven Vorbereitungen haben sich ausgezahlt: Am 21.03.2026 fand wie auch schon in den Jahren zuvor das traditionelle Frühjahrskonzert der Musikkapelle Heiden im Borkener Vennehof statt.

Insgesamt 750 Zuschauerinnen und Zuschauer waren unserer Einladung gefolgt und lauschten der Begrüßung durch die beiden Vorsitzenden Leonie Finke-Hendriks & Sophia Vestrick. Anschließend wurde das Publikum von Marie Temminghoff und Lennart Stöttelder unterhaltsam durch das Programm geführt, welches in diesem Jahr unter dem Motto „Wasserwelten“ stand.

Den Anfang machte das Jugendorchester unter der musikalischen Leitung von Dominik Grothe. Dank Videoübertragung auf eine Leinwand konnten selbst die Zuschauer in der letzten Reihe des ausverkauften Vennehofs die 54 Musiker und Musikerinnen im Alter von 13-21 Jahren beim Musizieren beobachten.

Im Anschluss an „Pacific Dreams“ ging es nach Hollywood: Bei „Singing in the Rain“, bekannt aus dem gleichnamigen Musical, konnten Emma Brun, Pia Grütering und Tia Hengstermann an der Klarinette sowie David Baumeister an der Posaune ihre solistischen Fähigkeiten souverän unter Beweis stellen.

Das dritte und letzte Konzertstück der Jugendlichen begann mit einer Überraschung, die mit allgemeinem Gelächter und Applaus durch das Publikum belohnt wurde: Passend zum Thema des letzten Stücks betrat Dominik Grothe das Podest in langem Wikingermantel und mit Schwert. Inzwischen kann man die unterhaltsamen Spaßeinlagen des Dirigenten und seines jungen Orchesters wohl als gelungene Tradition bezeichnen. Mit kraftvollen Rhythmen und einem melodischen Mittelteil, solistisch hervorgehoben durch Len Hengstermann am Tenorhorn, endete der offizielle Beitrag des Jugendorchesters mit „Iron and ice: ein Wikinger-Abenteuer“. Der kräftige Applaus wurde selbstverständlich mit einer Zugabe belohnt. Tubist Mick Freriks schlüpfte in die Rolle des Captains und rief zur Titelmelodie der Serie „Spongebob Schwammkopf“ seine Landratten zusammen.

Nach einer kurzen Umbaupause erfolgte die Übergabe des Dirigentenstabs an André Baumeister.

96 hochaufmerksame Musikerinnen und Musiker sorgten unter seinem Dirigat für ein kurzweiliges und vor allem abwechslungsreiches Programm:

Nach „Sailing with Whales“, einem majestätischen Werk mit heroischen Blechbläserfanfaren, und „Atlantis“, einem Originalwerk für Blasorchester über die sagenumwobene, gleichnamige Stadt, folgte „Hands across the Sea“, ein bekannter, amerikanischer Militärmarsch aus der Feder von John Philip Sousa.

Nach 20-minütiger Pause wurde die zweite Hälfte des Konzerts mit den Klaus Doldingers berühmten Melodien aus „Das Boot“ eröffnet. Das von Walter Ratzek arrangierte Medley zeichnete sich vor allem durch einen Wechsel zwischen vom tiefen Blech dominierten Passagen und sanften Oboenklängen aus und wurde durch stimmungsvolles Licht, brummende Geräusche von Schiffsmotoren und peitschende Pistolenschüssen untermalt.

Deutlich ruhiger wurde es bei „The Water is Wide“, einem durch Guido Rennert arrangierten britischen Volkslied. Dieses Solostück für Trompete, welches durch Johannes Gesing gefühlvoll vorgetragen wurde, sorgte für Gänsehaut im Publikum.

Mit Disney Melodien ging es auf die Zielgerade: Angefangen mit „Selections from Moana“, in Deutschland besser bekannt als „Vaiana“, mit einem wunderschönen Saxophonsolo von Franziska Junker ging es zu „Little Mermaid Medley“, bei dem Melodien aus „Arielle“ dargeboten wurden, diesmal mit einer großartigen solistischen Einlage von Vera Holdschlag ebenfalls am Saxophon.

In „Beyond the Sea (La Mer)“, bekannt aus dem Film „Findet Nemo“, endete das Konzertprogramm mit einem echten Highlight: Dirk Thesing und Judith Roß sangen stimmgewaltig durch 5 verschiedene Tonlagen und begeisterten dadurch sichtbar das Publikum, welches alle Akteure mit lang anhaltendem Applaus belohnte.

Ohne zwei Zugaben wurden wir abschließend nicht von der Bühne gelassen:

Ein weiteres Mal konnte man sich am Gesang von Judith Roß erfreuen, die mit Begleitung des Orchesters bei „Over the Rainbow“ überzeugen konnte, bevor auch ein Großteil des Orchesters bei dem stimmungsvollen Marsch „Kameraden auf See“, unterstützt vom rhythmischen Klatschen der Zuschauer, seine Gesangsqualitäten unter Beweis stellen durfte. Auf den nicht enden wollenden stehenden Applaus des Publikums antwortete das Orchester mit einer kurzen Wiederholung der Gesangseinlage, ehe die Sänger zum Abschluss ihre Seemannsmützen in die Luft warfen.